Zum Bierchen ein DNA Test

Letzte Woche waren der Jens und ich mal wieder auf ein Bierchen in unserer Stammkneippe. Jens ist einer meiner besten Kumpel. Wir haben schon damals in der Krabbelstube einen Narren aneinander gefressen. Nun habe ich den alten Raufbold (das war unsere Lieblingsbeschäftigung in den Teenagerjahren) schon seit fast einem halben Jahr nicht mehr zu Gesicht bekommen. Seit die Zwillinge auf die Welt gekommen sind, hatten Marie und ich alle Hände voll zu tun mit Windeln vernichten, Fläschchen reinigen und Schlafliedchen summen. Da bleibt nicht mehr viel Energie für Entspannung und Vergnügen. Ich würde unsere zwei (B)Engel um nichts in der Welt mehr hergeben wollen – aber der Alltag von frischgebackenen Eltern von gleich zwei kreischenden Prinzessinnen ist nicht so ohne. Ganz in Gedanken versunken hatte ich nicht bemerkt, wie unser Getränk bereits serviert wurde und Jens mich schon seit einigen Minuten so anstarrte. Sein Blick wirkte besorgt und bevor ich ihn fragen konnte, schob er mir sein Handy rüber. Auf dem Display erschien eine ungeöffnete E-Mail mit dem Betreff „Ergebnis DNA Test“.

Im Zweifelsfall ein DNA Test

Was das denn zu bedeuten hat, fragte ich ihn. Das Gesicht in den Händen vergraben, begann es plötzlich aus ihm herauszusprudeln. Dass er und die Nathalie vor einem Monat einen riesigen Streit hatten. Sie sei sogar kurzzeitig aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Es ging um das gemeinsame Kind, Elias. Er ist mittlerweile 2 Jahre alt. Er meinte, Elias sehe ihm überhaupt nicht ähnlich und auch sonst sind ihm Zweifel an der Vaterschaft gekommen. Bevor Nathalie mit Elias schwanger wurde, hatten die beiden sich nämlich für ein paar Wochen getrennt. Nathalie hatte sich in der Zeit mit anderen Männern getroffen. Das hat Jens bis heute nicht ganz verkraftet, auch wenn Nathalie ihm immer wieder versicherte, dass da nichts gewesen sei. Aber er wollte endlich Klarheit, Schwarz auf Weiß, dass er auch wirklich an der Erzeugung von Elias beteiligt war. Im Zweifelsfall hatte er nun einen DNA Test machen lassen.

Endlich Klarheit!

Völlig perplex griff ich nach seinem Telefon und klickte – ohne lange nachzudenken – auf die E-Mail. Die Sekunden, die nun über Heil oder Unheil meines besten Kumpels entscheiden werden, kamen mir wie Minuten uns Stunden vor. Ich überflog die E-Mail bis ich weiter unten zu dem alles entscheidenden Absatz kam. „…Ihnen mitteilen, dass Sie zu 99,99% der leibliche Vater von Herrn Elias M. sind…“. Uns fiel beiden so ein großer Stein vom Herzen, dass wir wie Verrückte vor Lachen ausbrachen. So konnten wir uns nun erleichtert über das Biergetränk hermachen, was gleich doppelt so gut schmeckte.

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